Lucca und Puccini

Heute früh aufgestanden, ohne Frühstück zum Bahnhof, unser Zug sollte um 8:08 Uhr abfahren. Da wir zu früh waren und der vorherige Zug noch da stand, haben wir halt den genommen. Und sind damit zur nahezu gleichen Zeit in Prato, unserem Umsteigebahnhof, angekommen. Von dort ging es weiter nach Lucca.

Lucca ist eine herrliche Stadt, deren Altstadt komplett von einem Erd-und Steinwall umgeben ist.

Blick vom Bahnhof auf die Stadt

Natürlich gibt es eine Menge an Kirchen.

Die Touristenströme sind zu dieser Jahreszeit noch überschaubar.

Es waren schon mehr Touristen in der Stadt als auf dem Bild zu sehen

Lucca ist die Geburtsstadt von Giacomo Puccini. Aus diesem Grund gibt es jeden Abend ein Konzert aus seinen Opern. War natürlich logisch, dass wir da heute Abend hingingen. Das Konzert war wirklich toll.

Da wir bereits am Mittag schon etwas essen waren, gab es nach dem Konzert gekaufte Tordela Lucchese mit selbst gemachten Ragu auf Basis von Salcicci-Wurst. Und dazu natürlich einen Wein. J

Bologna

Der gestrige Abend mit Inge und Heinz war sehr schön. Nach einem kurzen Spaziergang mit kleinem Apero ging es in ein tolles Fischrestaurant (La Baraccia), super Essen, sehr süffiger (offener) Wein, nette Bedienung. Kurzum: es hat viel Spaß gemacht.

Heute ging die Reise weiter, zunächst bis nach Verona, wo wir einen Aufenthalt von knapp 2 Stunden hatten. Wir also die Koffer bei der Gepäckaufbewahrung abgegeben und ab in die Innenstadt.

Arena di Verona
Im Hintergrund der berühmte balkon

Natürlich sind wir an der Arena di Verona vorbei und auch Julietta’s Balkon war Pflicht.

Nochmal knapp 2 Stunden Fahrt und wir waren in Bologna. Hier haben wir für eine Nacht ein kleines Appartement (Doppelzimmer, Mini-Küche und Bad) gebucht.

Bologna ist Studentenstadt mit vielen jungen Leuten und auch vielen alten Gebäuden und Palazzos. Die Stadt strahlt einen gewissen morbide Charme aus, besitzt viele Arkadengänge und hohe Türme, von denen der ein oder andere auch schief ist. Sowas gibt es also nicht nur in Pisa.

Basilica di San Petronio
Neptun-Brunnen

Morgen geht es früh (Zug fährt bereits um 8:06 Uhr) weiter in die Toskana nach Lucca. J

Gardasee

So hätte das Wetter gestern sein müssen.

Schneebedeckte Berggipfel

Da wir unsere nächste Übernachtung bereits gebucht haben, gab es für uns kein Zurück. Die Fahrt über den Bernina Pass kann ja auch zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden.

Heute ging es von Tirano über Lecco, Bergamo und Brescia nach Peschiera del Garda. War Pit’s Wunsch, er wollte aus nostalgischen Gründen unbedingt einen Blick auf den See werfen.

Rechts der Monte Baldo
Kanal in Peschiera (Verbindung vom Fluss Mincio zum See

Kaum in Peschiera angekommen, erhielten wir eine WhatsApp von Inge mit der Info, dass sie und Heinz sich in Garda befinden, keine 20 km von hier. Also haben wir uns natürlich zum gemeinsamen Abendessen verabredet. J

Altstadt von Peschiera

Bernina

Ein neuer Reise-Abschnitt beginnt.

Teil 1 mit Christoph und seiner Rita, Teil 2 mit meiner Rita und jetzt Teil 3 mit Pit.

Teil 3 startet wieder in St. Gallen. Herzlichen Dank an Rita und Christoph für die wieder einmal hervorragende Bewirtung und tolle Gastfreundschaft in den letzten beiden Tagen.

Heute geht es über den Bernina Pass auf die andere Seite der Alpen. Über Sargans und Landquart fahren wir nach St. Moritz und dann weiter nach Tirano in Italien. Die Wettervorhersage ist bescheiden, evtl. wird es in St. Moritz sogar schneien.

Über Landquart, Klosters, Zermez, St. Moritz nach Tirano

Geschneit hat es dann doch nicht in St. Moritz , aber es war auf der ganzen Bernina-Strecke neblig, so dass wir keinen einzigen Berggipfel sehen konnten.

Wir genossen trotzdem die Zeit, es war Entspannung pur.

Bei der Abfahrt vom Pass hat es dann doch angefangen zu regnen und dies hielt auch den ganzen Abend an. Deshalb gibt es nicht so viele Bilder.

Eine der berühmten Schleifen

In Tirano ging es dann erst einmal zum Apero.

Anschließend trotz Regen noch ein kleiner Rundgang durch das Ort, bevor wir es Zeit für das Abendessen war. J

In der Altstadt

Reizvolle Ostschweiz

Für heute war ein Ruhe- und Waschtag geplant, während wir auf Pit warten wollten. Waschtag wurde auch umgesetzt, aber von Ruhetag war am Morgen keine Rede mehr.

Das Würth-Museum in Rorschach war unser neues Ziel.

Dort gab es eine Ausstellung, insbesondere von Bildern.

Das Wetter war schöner als erwartet, so dass wir einen tollen Ausblick auf den Bodensee hatten.

Blick vom Balkon des Restaurants auf den Bodensee

Anschließend ging es mit der Zahnradbahn aufwärts nach Heiden. Die Fahrt war mit dem Interrail-Ticket möglich und dauerte knapp 20 Minuten. Nach einem Kaffee in der Sonne im Gasthaus Linde und einem kurzen Spaziergang ging es mit der Bahn wieder zurück nach Rorschach.

Dann war es auch schon Zeit, um an den Bahnhof von St. Gallen zu fahren, um Pit abzuholen. Leider hatten wir nicht den aktuellsten Reiseplan von Pit, so dass wir 40 Minuten zu früh waren.

Hauptsache gut angekommen. Mal schauen, was die nächsten Tage so bringen.

Noch immer Frankreich

Wir sind noch immer in Frankreich. Heute vielleicht zum letzten Mal während des Interrail-Trips.

Wir gingen nochmal auf Sightseeing-Tour durch Straßburg.

Barrage Vauban (Brücke und Wehr)
Schönes Restaurant am Fluss
Street art

Zwischendurch gab es den obligatorischen Espresso mit Croissant.

Auch das Innere des Münsters stand heute auf dem Programm.

Schwalbennestorgel
Rosette an der Westfront von innen
Glasfenster
Astronomische Uhr

Es sind aber einfach zu viele Touristen unterwegs (auch in Frankreich ist der 1. Mai ein Feiertag). Es gab sogar eine kleine Modenschau in der Fussgängerstrasse.

Gemäß dem Spruch auf dem letzten Bild von gestern gönnen wir uns zum Mittag einen Cremant (als Ersatz für Champagner) und eine kleine Vesperplatte.

Am späteren Nachmittag stand dann wieder die (vorübergehende) Trennung an. Für Rita ging der Urlaub zu Ende. Sie fuhr wieder zurück nach Hause. Meine Interrail-Reise geht noch gut zwei Wochen weiter. Über Basel und Zürich ging es für mich zunächst zurück nach St. Gallen zu Rita und Christoph. Hier treffe ich mich morgen mit Pit, der mich in den nächsten Tagen begleiten wird. J

Zugfahrt nach Strasbourg

Am Morgen mussten wir notgedrungen unser schönes Appartement verlassen.

Anstatt Champagner haben wir uns heute eine Flasche Elsässer Weißwein gegönnt.

Eine längere Zugfahrt von Lyon über Belfort und Mühlhausen nach Strasbourg stand an. Dauer insgesamt 7 Stunden 23 Minuten, davon reine Fahrzeit 5 Stunden 10 Minuten, 2 mal umsteigen.

Kurz vor dem ersten Zielort Belfort blieb der Zug wieder auf freier Strecke für ca. 50 Minuten stehen. Grund? Für uns nicht verständlich. Aber kein Problem, da wir einen langen Zwischenaufhalt in unserem Programm hatten.

Also pünktlich in Strasbourg angekommen und unser Hotelzimmer bezogen. Anschließend gab es ein schnelles Bier in der Hotelbar und dann ging es in die Innenstadt. Erstes Ziel war natürlich das Münster.

Schon imposant

Leider war es schon geschlossen, so dass wir morgen nochmal hin gehen werden.

Bei unserem weiteren Rundgang durch die Stadt…

… haben wir außerhalb der Touristenströme ein fantastisches kleines Restaurant gefunden, in dem wir vorzüglich zu Abend gegessen haben. J

Lyon

Ich hatte gestern gar nicht erwähnt, daß unser Appartement im 3. Stock liegt und natürlich auch kein Aufzug existiert. Altbau, 85 Stufen. Aber das sind wir ja gewöhnt.

Nach einem weiteren schönen Frühstück mit Rührei, Tee und Baguette ging es los mit dem Bus Richtung Innenstadt. Dazu mussten wir erst ein Tagesticket kaufen.

Zuerst stand der Aufstieg zur Basilika Notre Dame de Fourier, einem Wahrzeichen der Stadt an.

In einem Park beim Aufstieg

Sie ist eine der schönsten Kirchen, die ich bisher gesehen habe.

Alleine die Krypta hat die Größe einer normalen Kirche.

Krypta

Von hier hat man einen tollen Blick auf die gesamte Stadt.

Der Abstieg ging über gefühlt 1000 Stufen. Das hat mich an unsere Besichtigung von Positano an der Amalfiküste erinnert.

Abwärts geht es einfacher als aufwärts

Mit Straßenbahn und zu Fuß ging es dann u. a. zum Zusammenfluss von Rhone und Saone.

Nach Bummeln durch die Innenstadt und natürlich einem Espresso zwischendurch entschlossen wir uns noch zu einem Rundgang durch Les halles du Bocuse. Unbedingt zu empfehlen. Stände mit Fisch, Austern, Wurst Käse, Wein…. Ich hätte am liebsten von allem gekauft.

Jetzt heißt es kurze Pause in unserem Appartement, bevor wir zum Abendessen in einen Bouchon aufbrechen. J

Adieu Montpellier, salut Lyon

Heute länger geschlafen, gefrühstückt (Spiegeleier mit Toast) und gegen Mittag die Wohnung verlassen. Da wir noch genügend Zeit hatten bis zu unserem Zug, haben wir uns noch einen Café alonge gegönnt und dabei die Leute und die Straßenbahnen beobachtet.

Alle Straßenbahnen sind farbig

Am Bahnhof gab es einen kleinen Schock, da unser erster Zug von Montpellier nach Avignon 15 Minuten Verspätung hatte, wir aber in Avignon nur 12 Minuten Umsteigezeit für die Weiterfahrt nach Lyon hatten. Dennoch alles gut gegangen und wir saßen rechtzeitig im Anschlußzug.

Achter-Abteil für uns allein

In Lyon hatten wir einen Fussmarsch von ca. 1,3 km zu unserer gewählten Wohnung. Auch hier erstmal Streß. Wir mussten ein security deposit über die Kreditkarte abgeben, hat aber mehrfach nicht geklappt. Und ohne deposit kein Zugangscode für die Wohnung. Als wir vor der Wohnung standen, war es schon nach 17 Uhr. Ein letzter Versuch für das deposit, und endlich hat es geklappt. Wir haben elektronisch die Zugangscodes erhalten und konnten endlich in die Wohnung, die uns super gefällt und das für weniger Geld als ein Hotelzimmer.

Da wir seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten und keine 20 Meter von unserer Wohnung ein Stand mit frisch gegrillten Hähnchen war, beschlossen wir Hähnchen mit Salat in unserer Wohnung zu essen. Anschließend noch ein längere Spaziergang (wir hatten uns heute noch nicht viel bewegt) und ein Gläschen Rotwein zum Abschluss. J

Strandtag

Heute war Strand angesagt. Wir also mit Straßenbahn und Bus in das Strandörtchen von Montpellier: Palavas-les-Flots.

Hier gibt es sogar Flamingos.

Promenade am Kanal
Andere Seite der Promenade

Das Ort rüstet sich erst für die Sommersaison, die meisten Restaurants sind noch geschlossen, genauso wie viele Rollläden an den Häusern.

Eine Strandbar hatte geöffnet. Hier konnten wir vor der Strandspaziergang erstmal eine Stärkung zu uns nehmen.

Noch wenig los

Am späten Nachmittag ging es wieder zurück nach Montpellier und siehe da, es begann wieder ganz leicht zu tröpfeln, aber nicht allzu lange.

Wir unternahmen noch eine kurze Tour mit der Straßenbahn und anschließendem Spaziergang durch Antigone und Poligone. Dabei sahen wir interessante Baustile.

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… dieses leider auch.

Zum Abendessen fanden wir heute einen Platz in unserem Wunschrestaurant, wo wir bei gutem Essen, viel Rotwein und lauer Temperatur unseren letzten Abend in Montpellier verbrachten.

Unser Restaurant „Rosemarie“ auf einem kleinen Platz zwischen den engen Gässchen

Resümee: Montpellier ist auf jeden Fall eine Reise wert. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt. J